17.02.20 - Multiplikatorenschulung „Gesundheit und Lebensqualität vor Ort strategisch gestalten und gezielt agieren“

Bedarfsanalysen im kommunalen Kontext – Werkzeuge für die praktische Umsetzung


Zum Thema Bedarfsanalysen im kommunalen Kontext fand am 17. Februar 2020 im Saalbau Gallus in Frankfurt am Main eine Multiplikatorenschulung in Kooperation der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Hessen und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen (LVG & AFS Nds.) statt. Die Inhalte der Schulung beruhten auf den Erfahrungen des Projekts „Kontextcheck“, welches die LVG & AFS Nds. e. V. seit 2016 mit Unterstützung der BKK Mobil Oil durchführt.

Ziel der Schulung war es, kommunalen Akteur*innen Methoden der Bedarfsanalyse im kommunalen Kontext zu vermitteln – von der Datenprofilerstellung, über die Bestandsaufnahme bestehender Angebote, der Analyse und Gestaltung von Netzwerken bis hin zur partizipativen Einbindung der Bevölkerung.

Die Veranstaltung startete mit einem Einführungsvortrag von Lea Oesterle (LVG & AFS Nds.) über die Grundlagen kommunaler Prävention und Gesundheitsförderug anhand des Modellprojektes Kontextcheck, auf dessen Inhalten und Lernerfahrungen sich die Schulung insgesamt bezog. Die Methodenschulung teilte sich im Anschluss an den Vortrag in zwei Runden von parallel stattfindenden Foren zu den Themen Datenprofil, Bestandsaufnahme, Netzwerkanalyse und Bedürfniserhebung auf. Hier erläuterten die Referent*innen aus Niedersachsen unterschiedliche Arbeitsmaterialien und Hilfsmittel und erprobten mit den Teilnehmenden deren praktischen Nutzen. Der Schwerpunkt lag dabei auf den Praxiserfahrungen sowohl der Referent*innen als auch der kommunalen Akteur*innen vor Ort.
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der Veranstaltung stellte das Thema Nachhaltigkeit dar: wie gelingt es, Ergebnisse zu nutzen, Aktivitäten zu initiieren und nachhaltig zu bearbeiten?

Für eine weiterführende Bearbeitung der Thematik und insbesondere für die eigenständigen Nutzung der erlernten Methoden erhielten alle Teilnehmenden den Leitfaden Kontextcheck - eine Art Methodenkoffer mit einer Vielzahl von Erhebungsmethoden, Reflexionsfragen und Arbeitsmaterialen.
Moderiert wurde die Veranstaltung durch die KGC Hessen.

Insgesamt nahmen knapp 70 Fachkräfte aus den Bereichen öffentliches Gesundheitswesen, Soziales, Kinder- und Jugendhilfe, Familienzentren, Mehrgenerationenhäuser, Sport, Jobcenter und vielen anderen Institutionen aus allen Regionen Hessens teil.

Wir bedanken uns für das große Interesse an der Schulung und für den gelungenen Austausch.

Tagesprogramm

Tagesmoderation: Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Hessen, HAGE e.V.

09:30 Uhr Ankommen und Begrüßungskaffee

10:00 Uhr Begrüßung

  • KGC Hessen, HAGE e. V.

10:20 Uhr Gesundheit vor Ort gestalten - Grundlagen und kommunale Konzepte

  • Lea Oesterle, LVG & AFS Nds. e. V.

11:30 Uhr Anmoderation Foren

11:40 Uhr Methodenvertiefung. Parallele Foren (1. Runde)

  • Datenprofile und Bestandsaufnahmen erstellen
  • Netzwerke analysieren und gestalten
  • Bevölkerung partizipativ einbinden

12:55 Uhr Mittagspause

13:45 Uhr Methodenvertiefung. Parallele Foren (2. Runde)

15:15 Uhr Reflexion der erlernten Methoden und Zusammenführung

  • Sophia Gottschall und Dr. Moritz von Gliszczynski, LVG & AFS Nds. e. V.

15:45 Uhr Ausklang und Vernetzung

16:15 Uhr Ende

Leitfaden und Arbeitshilfen „Kontextcheck“

Den Leitfaden Kontextcheck sowie die einzelnen Arbeitshilfen aus dem Leitfaden finden Sie hier zum Download: https://www.kontextcheck.de/leitfaden-arbeitshilfen

Die KGC Hessen ist an die HAGE - Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. mit Sitz in Frankfurt am Main angegliedert. Die Koordinierungsstelle ist Teil des bundesweiten Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit und wird durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Auftrag und mit Mitteln der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Bündnis für Gesundheit) sowie durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) gefördert.

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