Fachtagung „Frühe Hilfen – Kooperation Jugendhilfe und Gesundheitswesen 2019"

Fachtagung Frühe Hilfen 2

Datum: Samstag, 25.05.2019
Uhrzeit: 09:00 bis 16:40 Uhr
Ort: Fortbildungszentrum der Landesärztekammer Hessen in Bad Nauheim

Im Auftrag der Hessischen Landeskoordination der Frühen Hilfen des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration lädt die HAGE e. V. unter dem Leitthema „Familien, Medizin, Jugendhilfe – Zukunftsmöglichkeiten einer intersektoralen Kooperation in den Frühen Hilfen“ herzlich in das Fortbildungszentrum der Landesärztekammer Hessen nach Bad Nauheim zu einer multiprofessionellen Fachtagung ein.

Mit der Durchführung einer überregionalen Fachtagung der Frühen Hilfen 2019 sollen neue Möglichkeiten und Chancen einer sektorübergreifenden und multiprofessionellen Zusammenarbeit im Fokus stehen sowie eine bessere Einbindung der ambulanten und medizinischen Versorgung in die Netzwerke Frühe Hilfen mit unterschiedlichen Akteuren aus dem Feld diskutiert werden.

Der Mehrwert einer kooperativen Arbeit soll hervorgehoben und Entlastungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Den Fachakteuren aus der Medizin, aus der Kinder-und Jugendhilfe sowie anderen Multiplikatoren der Frühen Hilfen soll die Veranstaltung Raum für neue Ideen, für einen Austausch untereinander und zum Netzwerken bieten.

Wir freuen uns auf einen interessanten Austausch mit Ihnen.

Die ärztliche Leitung der Tagung übernimmt Herr Dr. med. Thies Häfner. Die Fachforen werden von den Netzwerkkoordinierenden der Frühen Hilfen Hessen moderiert.

Sie können sich ab sofort anmelden!

Die Teilnahmegebühr beträgt 40 Euro. Bei der Fachtagung erhalten Sie die Tagungsunterlagen und einen Mittagsimbiss.

Eine Anmeldung ist ausschließlich hier online möglich.

Anmeldeschluss ist der 30.04.2019.
Fortbildungspunkte sind bei der Landesärztekammer Hessen beantragt.

Anmeldung

Stornierung und Rückerstattung

Bei Stornierung der Teilnahme bis zum 13.05.2019 erstatten wir die Tagungspauschale abzüglich 10 Euro Verwaltungskosten. Bei späteren Absagen oder Nichterscheinen wird die volle Tagungspauschale berechnet.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Programm

09:00 Uhr Anmeldung

09:30 – 10:00 Uhr Begrüßung und Grußworte
Kai Klose, Hessischer Minister für Soziales und Integration
Dr. med. Thies Häfner, Obmann FFM- Süd Ost, BVKJ-LV Hessen
Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Stellvertr. Vorsitzender der
Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.

10:00 – 10:15 Uhr Gastkünstler ToP Berlin

10:15 – 11:15 Uhr Impulsvorträge
„Präventiver Kinderschutz in der Medizin – Kooperation mit den Frühen Hilfen“
Mechthild Paul, Leiterin des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen
Sabine Stahl, Landeskoordinatorin Frühe Hilfen, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Interdisziplinäre Qualitätszirkel „Frühe Hilfen“ – wie erreichen wir die Richtigen?
Dr.med. Stephan Nolte, niedergelassener Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Marburg, BVKJ-LV Hessen

11:15 – 11:30 Uhr Gastkünstler ToP Berlin

11:30 – 12:45 Uhr Fachforen (1. Durchlauf)

12:45 – 14:00 Uhr Mittagspause & Netzwerken
Austauschen. Informieren. Besichtigung der Infostände

14:00 – 15:15 Uhr Fachforen (2. Durchlauf)

15:15 – 15:40 Uhr Kaffeepause

15:40 – 16:20 Uhr Expertenrunde
Jugendhilfe & Gesundheitswesen – Ein Blick in die Zukunft
Cornelia Lange, Leiterin der Abteilung Familie, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
Stefan Mölleney, Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Senioren, Stadt Fulda
Dr. med. Stephan Nolte, BVKJ-LV Hessen
Dr. med. Klaus Doubek, Landesvorsitzender Hessen Berufsverband der Frauenärzte, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Dr. med. Anna C. Schulz-Du Bois, Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Schleswig-Holstein
Ulrike Hauffe, Bremer Landesbeauftragte für Frauen a. D, Mitglied AG „Rund um die Geburt“ gesundheitsziele.de, Stellvertr. Verwaltungsratsvorsitzende BARMER

16:20 – 16:40 Uhr Ausblick & Gastkünstler ToP Berlin
Zusammenfassung des Tages

16:40 Uhr Ende der Veranstaltung

Fachforen

➜ Forum 1:
Rund um die Geburt (1)
Nationales Gesundheitsziel
Im Februar 2017 wurde das Nationale Gesundheitsziel „Rund um die Geburt“ veröffentlicht. Es greift die physiologischen Abläufe von Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und die Entwicklungsphase im ersten Lebensjahr nach der Geburt des Kindes auf. Das Fachforum informiert die Teilnehmenden über die Intention des Gesundheitsziels, Inhalte und Handlungsempfehlungen für die Praxis.

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Frank Louwen, Leiter selbstständiger Funktionsbereich Geburtshilfe und Pränatalmedizin, Universitätsklinikum Frankfurt
Ulrike Hauffe, Bremer Landesbeauftragte für Frauen a.D. und Mitglied der AG „Rund um die Geburt“ von gesundheitsziele.de, Stellvertr. Verwaltungsratsvorsitzende der BARMER
Martina Dreibus, Landeskoordinatorin Frühe Hilfen, Rheinland-Pfalz

➜ Forum 2:
Rund um die Geburt (2)
Vorsorge. Nachsorge. Fürsorge.
In der Zeit der Schwangerschaft und rund um die Geburt benötigen Familien besondere Unterstützung. Hierbei spielt die Betreuung durch Frauenärztinnen und Frauenärzte sowie Hebammen eine zentrale Rolle. In diesem Fachforum geht es um den besonderen Bereich der Vor-, Nach- und Fürsorge für Schwangere sowie für werdende und junge Eltern. Die Ziele 1 bis 3 des Nationalen Gesundheitsziels „Rund um die Geburt“ werden zukunfts- und praxisorientiert diskutiert.

Dr. med. Inge Reckel-Botzem, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hainburg, Stellvertr. Landesvorsitzende Hessen Berufsverband der Frauenärzte
Beate Koschinski-Möller, Hebamme / Familienhebamme

➜ Forum 3:
Frühgeborene und Mehrlingsgeburten
Familien mit Frühgeborenen und Mehrlingen stellen eine Elterngruppe dar, die besonderen Belastungen ausgesetzt ist. Im Rahmen des Fachforums werden die Versorgungslage sowie die Bedarfe der Eltern und Kinder diskutiert.

Dr. med. Bernd Herrmann, Oberarzt Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologie, Krankenhaus Kassel
Maria Einax-Wagner, Leitung Bunter Kreis, Kassel

➜ Forum 4:
Frühkindliche Entwicklungs- und Regulationsstörungen Frühkindliche Entwicklungs- und Regulationsstörungen sind ein präsentes Thema in der einschlägigen Fachdiskussion. Gleichzeitig bestehen nach wie vor Zugangsschwellen zu Hilfen für betroffene Familien. Um Familien in dieser Situation zu begleiten ist ein umfassendes Wissen seitens der Fachkräfte erforderlich und interdisziplinäre Kooperationen unerlässlich. Anhand der eigenen Erfahrungen der Teilnehmenden sowie vorgestellter Fallbeispiele sollen im gemeinsamen Austausch Möglichkeiten gelungener Kooperationen / Übergänge aufgezeigt werden und was es braucht, bestehende Schwierigkeiten abzubauen.

Dr. med. Mechthild Pies, Chefärztin Sozialpädiatrisches Zentrum, Klinikum Frankfurt Höchst
Eva Klein, Dipl. Pädagogin, Leiterin Arbeitsstelle Frühförderung Hessen

➜ Forum 5:
Psychisch kranke Eltern und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Psychische Erkrankungen von Eltern sind ein Risikofaktor für die Kindesentwicklung. Im Forum wird die interdisziplinäre Kooperation aus Sicht der Erwachsenenpsychiatrie dargestellt, Bedarfe und Unterstützungswege für betroffene Familien diskutiert.

Dr. med. Anna C. Schulz-Du Bois, Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Imland Klinik Rendsburg, Sprecherin des Netzwerkes für psychisch kranke Eltern und ihre Kinder in Schleswig-Holstein NEK-SH

➜ Forum 6:
Medizinischer Kinderschutz – Übergänge vom Gesundheitswesen zum Kinderschutz
Das Erkennen von Kindeswohlgefährdung ist ein komplexer Prozess mit einer Vielzahl von Akteuren aus Hilfe-, Unterstützungs- und Kontrollsystemen. Eine Zusammenarbeit zwischen den eingebundenen Professionen über die Systeme hinweg ist somit im Sinne des Kindeswohls absolut erforderlich. Im Forum wird der Prozess beleuchtet, vom sensiblen Umgang, über das Erkennen von Gefährdungssignalen bis hin zu einer gelungenen Kooperation zwischen dem Gesundheitswesen und der Kinder- und Jugendhilfe.

Barbara Mühlfeld, niedergelassene Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Bad Homburg, Pressesprecherin BVKJ-LV Hessen
Dr. med. dent. Andrea Thumeyer, niedergelassene Fachärztin für Zahnmedizin, Wiesbaden, Vorsitzende LAG Jugendzahnpflege Hessen
Prof. Dr. med. Matthias Kieslich, Leiter Hessisches Kindervorsorgezentrum (HKVZ), Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Frankfurt

➜ Forum 7:
Gelungene Übergänge Gesundheitswesen und Frühe Hilfen
In dem Fachforum werden zwei Projektansätze vorgestellt: die Interprofessionellen Qualitätszirkel Frühe Hilfen und das Kooperationsprojekt Kitas und Kinderärzte. Es werden Arbeitshilfen präsentiert, sowie Gelingensfaktoren und Herausforderungen beleuchtet.

Dr. med. Volker Baum, niedergelassener Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Seeheim-Jugenheim
Dorte Feierabend, Jugendhilfeplanung, Landkreis Darmstadt-Dieburg
Dr. med. Thiess Häfner, niedergelassener Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Dietzenbach, Obmann FFM-Süd Ost, BVKJ-LV Hessen
Inna Firner, Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen, Landkreis Offenbach

➜ Forum 8:
Lotsensysteme
Im Fachforum werden drei Kooperationsmodelle vorgestellt: die Babylotsen, das Grüne Rezept aus Herten und die Beratung in einer Kinderarztpraxis aus Freiburg. Die Zusammenarbeit und die Vorteile einer Überleitung zwischen den Systemen für Fachkräfte und Familien werden aufgezeigt und praxisnah diskutiert.

Nicola Küpelikilinc, Projektleiterin Babylotsen, Deutscher Kinderschutzbund Bezirksverband Frankfurt am Main e. V.
Dorthe Stanberger, Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen, Stadt Herten
Grazyna Elisabeth Olech, niedergelassene Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Herten
Karin Ebel, Dipl.-Psychologin, Freiburg im Breisgau
Ruth Katona, niedergelassene Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Freiburg im Breisgau
Claudia Uhler, Dipl.-Sozialarbeiterin (FH), Sozialdienst Katholischer Frauen e.V, Freiburg im Breisgau

➜ Forum 9:
Potenziale von kommunalen Gesundheitsstrategien – Präventionsketten
Der Öffentliche Gesundheitsdienst übernimmt zentrale Aufgaben im Hinblick auf die kommunale Gesundheitsversorgung und -fürsorge. Das Modell der Präventionskette kann den Ausbau von lückenlosen Netzwerkstrukturen, die Gestaltung funktionierender Übergänge sowie die Umsetzung eines handlungsübergreifenden Ansatzes erfolgreich unterstützen. Im Fachforum werden unterschiedliche Strategien vorgestellt und Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert.

Rolf Reul, Geschäftsstelle „Initiative Gesundheit fördern – Versorgung stärken“, Gesundheitsamt Landkreis Marburg-Biedenkopf
Susanne Hofmann, Leitung der Koordinierungsstellen Gesunde Stadt Marburg
Regine Bresler, Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen, Leiterin Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit, Gesundheitsförderung und Prävention, Gesundheitsamt Region Kassel

Anreise und Veranstaltungsort

Veranstaltungsort
Fortbildungszentrum der Landesärztekammer Hessen
Carl-Oelemann-Weg 5
61231 Bad Nauheim

Anreise
Mit Bahn & Bus:
Der Bahnhof Bad Nauheim ist erreichbar mit dem Mittelhessen-
Express, dem Regionalexpress Frankfurt-Siegen und der Regionalbahn Friedberg-Siegen. Weiter mit Buslinie 11Richtung Usa-Wellenbad, Haltestelle Hochwaldkrankenhaus, 5 Minuten Fußweg

Mit dem PKW von Norden kommend:
Autobahn A5 Abfahrt Bad Nauheim Richtung B3/Bad Nauheim, weiter auf B3. Nach ca. 8 km rechts abbiegen und der Beschilderung „Landesärztekammer“ folgen.

Mit dem PKW von Süden kommend:
Autobahn A5 Abfahrt Friedberg Richtung Rosbach, weiter auf B455. Nach ca. 6 km rechts auf die B3 Richtung Bad Nauheim, der Beschilderung „Landesärztekammer“ folgen.

Parkplätze am Fortbildungszentrum:
Tiefgarage des Seminargebäudes, Tiefgarage des Gästehauses, Waldparkplatz (alle kostenfrei),
Parkplatz des Hochwaldkrankenhauses, Tiefgarage des
Facharzt- und Servicezentrums (beide kostenpflichtig).

Die Fachtagung richtet sich an:
Ärzte und Ärztinnen der Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologie, Gynäkologie, Allgemeinmedizin, aus Geburts- und Kinderkliniken, aus der Kinderschutz- und Kindergynäkologieambulanz etc., Berufsverbände der Ärzte, Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD), Landesärztekammer, Kassenärztliche Vereinigung, Frühförderstellen, Schwangerenkonfliktberatungsstellen, Jugendämter, Gesundheitsämter, medizinische Fachangestellte (MFA), Sozialpädiatrische Zentren (SPZ), Psychologen, Psychotherapeuten, Kinder und Erwachsenen Psychiatrien, Deutsche Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin e.V (DGKiM), Krankenkassen, Hebammen, Gesundheitskinderkrankenpflegende, Familienhebammen, Familiengesundheitskinderkrankenpflegende u.Ä.

Hinweis

Die Inhalte dieser Veranstaltung werden produkt- und dienstleistungsneutral gestaltet. Wir bestätigen, dass die wissenschaftliche Leitung und die Referenten potentielle Interessenkonflikte gegenüber den Teilnehmerinnen und Teilnehmern offenlegen.
Es besteht kein Sponsoring der Veransatltung.
Die Gesamtaufwendungen der Veranstaltung belaufen sich auf ca. 30.000 €.

Hessischer Gesundheitspreis

Ansprechpartnerin

Frau Rajni Aggarwal

rajni.aggarwal@hage.de
Telefon: 069-713 76 78-24
Fax: +49 (0)69-713 76 78-11

Veranstaltungsflyer

Im Auftrag:

Kooperationspartner: