Deutsche AIDS-Hilfe startet Fortbildungsprogramm "Praxis Vielfalt"

Ein Gütesiegel für Praxen ohne Diskriminierung

Im Gesundheitswesen kommt es immer wieder zu Benachteiligung und Zurückweisung von Menschen mit HIV sowie von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Inter* und queeren Menschen (LSBTIQ*). Bei einem Besuch von medizinischen Einrichtungen kommt es aus Angst vor Infektionsrisiken, aus Unerfahrenheit und veraltetem Wissen oft zu Diskriminierung. Das Projekt “Praxis Vielfalt” der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) fördert ab sofort eine diskriminierungsfreie Gesundheitsversorgung. Teilnehmende Praxen und Ambulanzen erhalten ein Gütesiegel. Das kompakte Curriculum der Fortbildung vermittelt Kenntnisse zu den Lebenswelten und speziellen Angeboten für die genannten Gruppen. Dazu gehören auch Grundregeln und Tipps zur Gesprächsführung, zu einem sensiblen Umgang mit Diagnosen und Daten sowie der Umgang mit Sprachbarrieren und verschiedenen kulturellen Hintergründen.

Praxis Vielfalt ist ein Projekt der Deutschen AIDS-Hilfe, das durch Mittel des AOK-Bundesverbandes finanziert wird. Entwickelt wurde es gemeinsam mit relevanten Akteuren: Menschen aus den genannten Communitys, Fachverbänden und Fachkräften aus dem Gesundheitswesen.

Quelle: Deutsche AIDS-Hilfe