Qualitätsinstrumente, Empfehlungen, Leitfäden

Generelle Empfehlungen und Qualitätskriterien für Bewegungsförderung (lebensphasenübergreifend)

  • Seit 2016 liegen die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung vor. Sie geben konkrete evidenzbasierte Hinweise für Kinder und Jugendliche, für Erwachsene und ältere Menschen sowie Erwachsene mit chronischen Erkrankungen zur optimalen Art, Dauer und Intensität gesundheitsförderlicher Bewegung und Bewegungsförderung. Für die unterschiedlichen Lebensphasen bzw. Zielgruppen als auch Settings werden ebenfalls auf Qualitätskriterien verwiesen.
  • Leitfaden Qualitätskriterien für Planung, Umsetzung und Bewertung von Maßnahmen mit dem Fokus auf Bewegung, Ernährung und Umgang mit Stress. Die Broschüre soll Fachkräfte darin unterstützen, eine gesundheitsfördernde Maßnahme - von der Planung über die Durchführung bis zur Verstetigung – umzusetzen (BZgA, 2012)
  • Gesundheit durch Bewegung fördern. Empfehlungen für Wissenschaft und Praxis. LIGA.Fokus 12 (Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf, 2011)
  • Qualität in der Gesundheits- und Bewegungsförderung verbessern. LIGA.Aktuell 9 (Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf, 2010)
  • Seit dem 1. Januar 2014 werden Präventionskurse bundesweit zentral und kassenartenübergreifend geprüft. Anbieter von Präventionsmaßnahmen zu den Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung, Entspannung und Suchtbekämpfung profitieren vom einheitlichen Prüfverfahren, da die Zertifizierung der Kurse für alle beteiligten Krankenkassen gilt. Doppelprüfungen entfallen damit zukünftig für Anbieter. Weitere Informationen finden Sie unter Zentrale Prüfstelle Prävention.
  • Leitfaden Prävention der GKV: Im Leitfaden Prävention sind die inhaltlichen Handlungsfelder und die qualitativen Kriterien für die Leistungen der Krankenkassen in der Primärprävention (Individualprävention, Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten) und der betrieblichen Gesundheitsförderung festgelegt, die für die Leistungserbringung vor Ort verbindlich gelten. Der Leitfaden beinhaltet auch die Förder- als auch Ausschlusskriterien für Gesundheitsförderung- und Prävention (inklusive Bewegungsförderung) in Lebenswelten, zur individuellen verhaltensbezogenen Prävention als auch für die betriebliche Gesundheitsförderung.

Bewegungsförderung in Lebenswelten (Settings)

 

Bewegungsförderung bei Kindern und Jugendlichen

  • Ernährungs- und Bewegungsverhalten sowie weitere Lebensstilfaktoren sind entscheidend, um Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen. Mit dem Angebot www.uebergewicht-vorbeugen.de bietet die BZgA Eltern und Fachkräften wissenschaftlich fundierte Informationen, wie sie den Nachwuchs unterstützen können, gesunde Verhaltensweisen zu erlernen und diese zu Gewohnheiten werden zu lassen.
  • Ziel der bundesweiten Aktion „GUT DRAUF bewegen, essen, entspannen“ ist die Förderung eines gesunden Lebensstils von Mädchen und Jungen im Alter von 5 bis 18 Jahren. Im Zentrum steht ein integriertes, qualifiziertes Konzept für Ernährung, Bewegung und Stressregulation. Der Internetauftritt stellt darüber hinaus eine Fülle von Material zur Gesundheits- und Ernährungssituation Jugendlicher zur Verfügung. www.gutdrauf.net
  • Qualitätssiegel "Hessischer Bewegungskindergarten" www.sportjugend-hessen.de
  • Bewegung in die Schule! Impulse für eine bewegungsfördernde Schulentwicklung, www.kultusministerium.hessen.de
  • Gesundheitsfördernde Schule: Bewegung & Wahrnehmung. Die Förderung von Bewegung und Wahrnehmung gehört zu den besonderen Bildungs-und Erziehungsaufgaben von Schule. Die hessischen Schulen können ihre Ergebnisse und Bemühungen zur Weiterentwicklung eines gesundheitsfördernden Schulklimas vom Hessischen Kultusministerium zertifizieren lassen. Auf dem Weg zur gesundheitsfördernden Schule und als Wertschätzung der Arbeit können Schulen das Teilzertifikat „Bewegung & Wahrnehmung“ erwerben. Mehr dazu unter: www.kultusministerium.hessen.de

Bewegungsförderung und das Thema der Chancengleichheit

  • Zur Weiterentwicklung der Anbieterqualität im Bereich der Gesundheitsförderung (mit einem Schwerpunkt auf die Arbeit mit vulnerablen Zielgruppen) hat der Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit 2004 die zwölf Good Practice-Kriterien entwickelt. Sie sollen Anregungen geben, die Qualitätsentwicklung im eigenen Handlungsfeld zu intensivieren. Die zwölf Qualitätskriterien lassen sich für das Themenfeld der Bewegungsförderung einfach übertragen.

Bewegungsförderung und Inklusion

  • Auf der Seite vom Landessportbund Hessen e.V. werden im Buch "50 Good Practice Beispiele für den inklusiven Vereins- und Schulsport" Konzepte für inklusive Sportstunden, Spielfeste, Aktionstage und Wettkämpfe vorgestellt. Autor William Sonnenberg greift dabei auf seine breite Erfahrung zurück und erklärt, auf was zu achten ist und wo es hängen könnte.

Bewegungsförderung bei Älteren

  • Zur Förderung der Gesundheit älterer Menschen leistet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)  mit dem Programm „Gesund und aktiv älter werden“ einen wichtigen Beitrag. Dieses Programm umfasst Bundeskonferenzen, Regionalkonferenzen in allen Bundesländern sowie Kooperationsprojekte mit bundesweit agierenden Verbänden, Hochschulen und Vereinen. Die Webseite Gesund & aktiv älter werden  bietet Daten, Fakten und fachlich geprüfte neutrale Gesundheitsinformationen rund um das Thema "Gesundes Alter“ sowie einen Überblick über Aktivitäten in den Bundesländern. Zusätzlich veröffentlicht die BZgA Studien und Fachhefte zum Thema Alter.
  • „Im Alter IN FORM“ ist ein Projektbeitrag der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) zu IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Auf ihrer Internetplattform stellt die BAGSO umfangreiche Informationen und Schulungsangebote zur Gesundheitsförderung älterer Menschen bereit. Sie konzentrieren sich auf drei Handlungsfelder: Ernährung, Bewegung und Soziale Teilhabe. www.im-alter-inform.de
  • Bewegung für Gesundheit im Alter: Leitfaden für die Einrichtung von Bewegungsparcours
  • Leitfaden "Bewegung, Mobilität und soziale Teilhabe im Rahmen vernetzter Arbeit im Sozialraum fördern" (Leitfaden des Netzwerkes „Für mehr Teilhabe älterer Menschen in Kreuzberg“, Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V.,2019)
  • Alltag in Bewegung: Bewegung wirkt - eine Broschüre zum älter werden in Balance www.bzga.de
  • Im Alltag in Bewegung bleiben - Kommunale Gesundheitsförderung mit älteren Menschen auch in schwierigen Lebenslagen