Die Gretchenfrage: Verhaltens- oder Verhältnisprävention?

Am Anfang einer Projektidee steht oft die Entscheidung, ob die Maßnahme des Projektes auf die Veränderung des Gesundheitsverhhaltens der Zielgruppe oder auf die Veränderung der Umweltbedingungen ausgerichtet werden soll. Soll ein Projekt oder eine Maßnahme Menschen erreichen, die eine besondere soziale und gesundheitliche Belastung aufzeigen? Gibt es eindeutige Erkenntnisse aus der Wissenschaft oder der Praxis, die eine Entscheidung einfach machen?
“Vorrang für Verhältnisprävention”, lautet die Devise, denn die Erfahrungen zeigen, dass von Verhaltensveränderungen meist nur die Menschen profitieren können, die dafür die nötigen Ressourcen besitzen (De Bock et al. 2017:2). So kann ein gut durchdachtes Programm zur Verhaltensveränderung die eigentliche Zielgruppe nicht adäquat erreichen und verstärkt dabei noch die ungleiche soziale Verteilung der Gesundheitschancen.

Die komplette Handreichung finden Sie unter: Vorang für Verhältnisprävention. Handreichung des Zukunftsforums Public Health für alle mit Prävention in Praxis und politik befassten Akteure.

Quelle

De Bock, F.; Geene, R.; Hoffmann, W.; Stang, A. (2017): Vorrang für Verhältnisprävention. Handreichung aus der Steuerungsgruppe des Zukuftsforums Public Health für alle mit Prävention in Praxis und Politik befassten Akteure. Online verfügbar unter: http://zukunftsforum-public-health.de/wp-content/uploads/2018/01/2017_12_Handreichung_Verh%C3%A4ltnispr%C3%A4vention_Zukunftsforum.pdf (zuletzt aufgerufen am 17.07.2018).