Programm „Kommunale Gesundheitsinitiativen interkulturell (KoGi)“

Gesundheitslotsen helfen Menschen mit Migrationshintergrund, sich in dem medizinischen System Deutschlands zurechtzufinden.

Beim Programm „Kommunale Gesundheitsinitiativen interkulturell (KoGi)“ handelt es sich um eine mehrsprachige Gesundheitsaufklärung für Migranten. Um gesundheitliche Chancengleichheit für alle herzustellen, sind niedrigschwellige Gesundheitsinformationen, Aufklärung und ein gleichberechtigter Zugang zu den Gesundheitsdiensten Voraussetzung. Das Projekt „KoGi“ zielt genau darauf ab. Seit März 2016 besuchen interkulturelle Gesundheitslotsen auch Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge. Dabei halten sie in der Regel zwei- bis dreistündige Vorträge zu verschiedenen Themenkomplexen. Die Auswahl der Themen findet in Absprache mit den Migranten oder Geflüchteten statt. So wurden in den Veranstaltungen bisher etwa das Gesundheitssystem, Patientenrechte, Kindergesundheit, Impfungen, Hygiene, Infektionskrankheiten, Frauengesundheit und Verhütung, Mundhygiene, gesunde Ernährung sowie psychische Gesundheit thematisiert. 2017 wurden neue „KoGi“-Qualifizierungsmaßnahmen im Gesundheitsamt abgeschlossen, in deren Zuge 26 neue interkulturelle Lotsinnen und Lotsen (19 Frauen und 7 Männer) ein Zertifikat erhielten.

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