Um das Thema „Gesund und aktiv älter werden“ ging es im Frankfurter Haus am Dom bei einer Landeskonferenz mit dem Titel „Altersbilder im Wandel – Herausforderungen für die Gesundheitsförderung. Ziel der Veranstaltung war es, anhand von Modellprojekten Lösungsansätze für das Land und die Kommune aufzuzeigen und die Akteure stärker zu vernetzen. Rund 150 Experten aus Praxis und Wissenschaft, Beschäftigte aus kommunalen und landesweiten Institutionen, Ehrenamtliche und Interessierte aus den Bereichen Senioren, Gesundheit, Soziales Bildung und bürgerschaftliches Engagement nahmen daran teil.
Im Jahr 2030 wird fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung 65 Jahre und älter sein ‐ in Hessen leben schon heute 1,2 Millionen Bürgerinnen und Bürger in dieser Lebensphase. Dieses sich verändernde Bevölkerungsbild stellt sowohl an das Gemeinwesen als auch an das Gesundheitssystem neue Anforderungen.Umso wichtiger ist es, sich schon heute mit dem Thema auseinanderzusetzen und beispielsweise der Frage nachzugehen, wie ältere Menschen in Zukunft mit Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention zu erreichen sind.
“Hierzu ist es wichtig, sich an den Lebenslagen, Lebenswelten und am Alltag der Zielgruppe zu orientieren”, betonte Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. “Dort wo die Menschen leben, sollten sie auch angesprochen werden. Vor Ort ist es wichtig, dass die Akteure aus unterschiedlichen Bereichen sich gut vernetzen und eng zusammenarbeiten. Hierfür gibt es bereits zahlreiche Beispiele guter Praxis, an denen wir uns orientieren sollten.”
Veranstalter der Landeskonferenz waren die HAGE- Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung in Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dem Hessischen Sozialministerium. „Die heutige Landeskonferenz ist unsere Auftaktveranstaltung für das Teilprojekt ‚Gesund altern‘ im hessischen Gesundheitsförderungsplan GesundLeben – Gesund-Bleiben der Nachhaltigkeitsstrategie. Ziel dieses Teilprojekts ist es, einen integralen und nachhaltigen Gesundheitsförderungsplan für Hessen zu entwickeln, der alle Lebenswelten und ‐phasen der Menschen in den Blick nimmt. Wir wollen über diesen Weg in den aktiven Austausch über Ansätze und Beispiele der Gesundheitsförderung für Ältere treten und einen Prozess des voneinander Lernens und miteinander Handelns anregen“, erklärte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner.
Auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels sei die Gesellschaft auf die Mitwirkung aktiver Senioren angewiesen. „Die Hessische Landesregierung wird der Seniorenpolitik in diesem Jahr einen besonderen Stellenwert einräumen. Ziel ist es, Seniorinnen und Senioren dabei zu unterstützen, aktiv, selbstbestimmt und im Dialog mit den anderen Generationen am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und ihren Erfahrungsschatz einzubringen. Ältere Menschen sollen sich in Hessen als selbstbewusst, verantwortungsvoll und lebensfroh präsentieren können, so dass die junge Generation von ihnen lernen kann.“
Im Rahmen der hessischen Landeskonferenz wurden Modellprojekte und Praxisbeispiele vorgestellt, die den aktiven Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren sowie die Weiterentwicklung von Lösungsansätzen für Land und Kommunen anregen sollen.