1. Hessisches Forum "Gesundheitsförderung in der Sozialen Stadt" am 22. Januar 2009 in Frankfurt am Main
Wie kann Gesundheitsförderung in benachteiligten Stadtteilen umgesetzt werden?
Stärkung der Gesundheitsförderung in benachteiligten Stadtteilen
Gemeinden und Stadtteile gelten als zentrale Lebensbereiche in denen Gesundheitsförderung ansetzen sollte – insbesondere jene mit einem hohen Anteil von Bewohnern in schwierigen sozialen Lebenslagen. Ob es gelingt im Setting „Stadtteil“ die Gesundheit der Bewohner langfristig zu verbessern hängt davon ab, inwiefern Belastungen gesenkt und Bedürfnisse befriedigt werden können. Beispielsweise der Zugang zu gesunden Nahrungsmitteln, zu angemessenem Wohnraum und ortsnahen Bildungseinrichtungen aber auch gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen, wie z. B. die zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen für die Schaffung eines gesundheitsförderlichen Settings, sind ausschlaggebend für die Gesundheit der Bevölkerung.
In diesem Zusammenhang ist eine gleichgewichtige Gestaltung von Ansätzen zur Verhaltensprävention und Verhältnisprävention eine zentrale Voraussetzung. Ebenso wesentlich für den Erfolg von Maßnahmen der Gesundheitsförderung sind die Bildung von gesundheitsbezogenen Netzwerken sowie die Schaffung von Beteiligungsmöglichkeiten für alle Akteure im Stadtteil – insbesondere jedoch für die Bewohnerinnen und Bewohner.
Gesundheitsförderung im heutigen Verständnis beinhaltet u. a. eine zielgerichtete Stärkung von Ressourcen, verfolgt integrierte Handlungsansätze und fokussiert dabei den Lebens- bzw. Sozialraum (Setting). Vergleichbare konzeptionelle Ansätze finden sich auch bei der Umsetzung des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“. Die Programmgebiete der „Sozialen Stadt“ bieten daher durch ihre bestehenden Strukturen im Setting „Stadtteil“ eine gute Ansatzmöglichkeit, Projekte zur Gesundheitsförderung effektiv und effizient zu etablieren. Die Themen „Gesundheit und Gesundheitsförderung“ haben aber in den Quartiersgebieten des Programms „Soziale Stadt“ bisher nur einen Nachgeordneten Stellenwert und Akteure aus dem Gesundheitssektor (z. B. Gesundheitsämter) konnten bislang wenig in die Quartiersarbeit einbezogen werden.
HAGE, HEGISS (Hessische Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt) und die LAG Soziale Brennpunkte greifen diesen Zusammenhang in ihrer gemeinsamen Veranstaltung „Hessisches Forum Gesundheitsförderung in der Sozialen Stadt“ am 22.01.09 im Haus der Jugend in Frankfurt, auf.
Im Mittelpunkt des landesweiten Forums stehen die Fragestellungen: Wie sollten gesundheitsförderliche Maßnahmen in benachteiligten Stadtteilen konzipiert sein und wie können sie umgesetzt werden? Welche Voraussetzungen sind dafür notwendig und welche guten Praxisbeispiele existieren schon?
Ziel ist es, Akteure in benachteiligten Stadtteilen für das Thema „Chancengleichheit bei Gesundheit“ zu sensibilisieren und für ein verstärktes Engagement in der Gesundheitsförderung zu gewinnen, Informationen zur Initiierung und Umsetzung von Angeboten der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung im benachteiligten Stadtteil auszutauschen und Kooperationen zwischen den Akteuren anzuregen.
Die Tagung ist eingebunden in die Aktivitäten zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans „IN FORM“ zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und den damit zusammenhängenden Krankheiten der Bundesregierung und nimmt deshalb insbesondere Beispiele Guter Praxis aus den Bereichen Bewegung und Ernährung in den Blick.
Den Veranstaltungsflyer finden Sie hier [PDF, 724 KB] zum Herunterladen.
