Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK) begrüßt die Umsetzung des kommunalen Partnerprozesses „Gesund aufwachsen für alle!“

Auf seiner Sitzung am 27.06. hat die Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK) die Umsetzung des kommunalen Partnerprozesses „Gesund aufwachsen für alle“ ausdrücklich begrüßt. Ziel des kommunalen Partnerprozesses ist es, die vielfältigen Angebote in den Kommunen und Städten zur Unterstützung gerade von benachteiligten Eltern und ihren Kindern über Ressortgrenzen hinweg zu sogenannten Präventionsketten zu verknüpfen. Damit bekommen die Familien die Hilfen, die sie auch benötigen.

Der kommunale Partnerprozess wurde von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, zusammen mit dem Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit, den kommunalen Spitzenverbänden und dem Gesunde Städte-Netzwerk ins Leben gerufen. Inzwischen sind bundesweit rund 100 Kommunen und Städte dem Prozess beigetreten und haben sich damit dafür ausgesprochen ungleich verteilte Gesundheitschancen von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern und auszugleichen. In Hessen sind bisher die Städte Kassel und Frankfurt dabei. Neben Eschwege und dem Lahn-Dill Kreis, die sich aktiv beteiligen, sind bisher weitere sieben Kommunen interessiert.

„Wir wollen die Aktivitäten im Partnerprozess stärken und die Koordinierungsstelle für gesundheitliche Chancengleichheit bei der Steuerung stärker einbeziehen“, sagt der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner. „In Hessen gibt es bereits viele gute Angebote vor Ort, damit unsere Kinder gut und gesund aufwachsen. Es muss uns gelingen, diese eng mit einander zu verbinden und aufeinander abzustimmen“, so Grüttner weiter. Es gilt die Frühen Hilfen und den Partnerprozess noch enger miteinander zu verknüpfen. Auch der Bund, die Gesetzlichen Krankenkassen, die Jugend- und Familienministerkonferenz sowie die Kultusministerkonferenz der Länder werden gebeten, das Anliegen des Partnerprozesses zu unterstützen.

Koordinierungsstellen „Gesundheitliche Chancengleichheit” sollen unter Berücksichtigung der vorhandenen länderspezifischen Strukturen in die Steuerung oder Begleitung des Strategieprozesses für ein gesundes Aufwachsen einbezogen werden. Die Koordinierungsstelle ist in Hessen bei der HAGE – Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung – angesiedelt. Die HAGE setzt sich darüber hinaus für die Gesundheitsförderung und Prävention in allen Lebensbereichen ein.
Die Förderung der Koordinierungsstellen „Gesundheitliche Chancengleichheit“ in den Bundesländern durch die gesetzlichen Krankenkassen wird sehr begrüßt – die Bitte der Gesundheitsministerkonferenz lautet, dass dies für die Zwecke des Partnerprozesses erweitert wird. „Wir hoffen sehr, dass die Krankenkassen ihre Unterstützung auf die Entwicklung von Netzwerken für ein gesundes Aufwachsen auch hier in Hessen verstärken“, betont Dieter Schulenberg, Geschäftsführer der HAGE. Der Partnerprozess bietet gute Voraussetzungen das Gesundheitsziel „gesund aufwachsen“ in den Lebenswelten umzusetzen. Wir appellieren an die hessischen Kommunen: Beteiligen Sie sich an den zukunftsweisenden Partnerprozessen, wir haben nun die Chance Strukturen im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention, um die Lebensqualität der Bürger zu verbessern.

Der genaue Wortlaut zum Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz ist zu finden unter https://www.gmkonline.de/Beschluesse.html?id=192&jahr=
Informationen zum Partnerprozess über https://www.inforo-online.de/” oder bei der
Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung http://www.hage.de/

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