Gesundheit für alle! – Im Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Universitätsstadt Marburg

Am 21.09.2016 unterzeichneten Landrätin Kirsten Fründt (Landkreis Marburg-Biedenkopf) und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (Universitätsstadt Marburg) im Marburger Rathaus die Partnerschaftsurkunde „Gesundheit für alle“ und bekräftigen damit die enge Zusammenarbeit von Landkreis und Stadt bei der Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit.

Frau Fründt und Herr Dr. Spies betonten, dass dies ein wichtiger Beitrag für die Entwicklung einer gemeinsamen integrierten Handlungsstrategie in der Gesundheitsförderung und Prävention in ihrer Region sei. Man erhoffe sich von diesem Schritt weitere Kooperationspartner, wie die gesetzlichen Krankenkassen und die freien Träger für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gewinnen.

Dieter Schulenberg, Geschäftsführer der HAGE – Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. begrüßte die Anwesenden auch im Namen des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit. Vorbildlich sei, dass Angebote der Gesundheitsförderung und Prävention in dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Universitätsstadt Marburg vernetzt und aufeinander abstimmt werden und dass das Thema sowohl Politik als auch Ressort-übergreifend bearbeitet wird.
„Ein wichtiges Kriterium dabei ist, eine kontinuierliche und an den Bedarfen orientierte Entwicklung und Umsetzung – Stichworte sind Partizipation und Qualität. Dabei gilt es auch, bei allen unterschiedlichen Haltungen und Positionen der Beteiligten, diejenigen im Blick zu behalten um die es geht: die Kinder, die Jugendlichen, die Erwachsenen und die Älteren“, so Schulenberg.

Dies unterstrich Dr. Sabine Totsche vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration mit ihrem Grußwort. Sie hob außerdem die Bedeutung und die Möglichkeiten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes bei der Umsetzung von gesundheitsfördernden Strategien in der Kommune hervor.

Manfred Dickersbach, Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen, machte in seinem Impulsvortrag „Möglichkeiten von integrierten Handlungskonzepten in der Kommune“ deutlich, dass Kommunen prädestiniert sind integrative Strategien voran zu treiben. Eine Aufgabe wird hierbei die Stärkung der multisektoralen Zusammenarbeit innerhalb der Kreisverwaltung im Sinne des WHO Ansatzes „Health in All Policies“ sein. Als Beispiele nannte er die Nähe der einzelnen Verwaltungsbereiche, Setting-übergreifende Trägerschaften sowie bereichsübergreifendes Handeln und langfristig ausgerichtete Planungsinstrumente.

Die HAGE wird mit der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit den weiteren Prozess in Stadt und Landkreis unterstützen und begleiten.

Die Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit unterstützen die Vernetzung in der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung auf Landesebene, begleiten und beraten Kommunen im Rahmen des Partnerprozesses “Gesund aufwachsen für alle!”, tragen zur Weiterentwicklung der Praxis bei und stärken das Thema Gesundheitliche Chancengleichheit.

Der kommunale Partnerprozess „Gesundheit für alle“ wurde 2011 von der BZgA ins Leben gerufen. Er unterstützt und begleitet Kommunen im Auf- und Ausbau von integrierten kommunalen Strategien zur Gesundheitsförderung, so genannten „Präventionsketten“. Dabei stehen der Austausch und das gemeinsame Lernen im Fokus: Welche kommunalen Ansätze zur Förderung der Gesundheit von Menschen in schwieriger sozialer Lage haben sich bewährt? Und: Wie lassen sich die gemachten vielfältigen Erfahrungen weitergeben?
Der kommunale Partnerprozess wird im Rahmen des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit in Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden und dem Gesunde Städte-Netzwerk durchgeführt.

Weiterführende Informationen unter:

Hessischer Gesundheitspreis

Ansprechpartnerin

Tina Saas

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