Dokumentation zur Auftaktveranstaltung „Gesund Aufwachsen für alle! in Kassel, 21. August 2012

Auftaktveranstaltung Kassel

“Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht”.

Mit diesem Zitat von Hermann Hesse beendet Rolf Reul (HAGE e. V.) vor ca. 100 Teilnehmern, am 21.08.2012 im Hermann-Schafft-Haus in Kassel die Auftaktveranstaltung zum Kommunalen Partnerprozess für Hessen „Gesund aufwachsen für alle!“.

Eingeleitet wurde der Tag durch ein Grußwort der Stadträtin Anne Janz von der Stadt Kassel, die u. a. die zentrale Bedeutung der Gesundheitsförderung und Prävention für Ihre Kommune hervorhob. Daher habe sich Kassel als erste hessische Stadt entschieden, aktiv am Partnerprozess „Gesund aufwachsen für alle!“ zu beteiligen. Im Anschluss überbrachte Herr Schulenberg, Geschäftsführer der HAGE e. V., den Anwesenden die Grußworte des Hessischen Sozialminister Stefan Grüttner. Die beiden Vertreter der kommunalen Spitzenverbände Dr. Jürgen Dieter (Hessischer Städtetag) und Dr. Jan Hilligardt (Hessischer Landkreistag) unterstrichen ihre Unterstützung des Kommunalen Partnerprozesses.
Die darauf folgenden Vorträge, die sich mit dem im Rahmen der Aktivitäten des bundesweiten Kooperationsverbundes „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ im November 2011 in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, den kommunalen Spitzenverbänden und dem Gesunde Städte-Netzwerk (GSN) initiierten Partnerprozess auseinandersetzten, konzentrierten drei zentrale Fragestellungen:

  • Was ist das Anliegen des Kommunalen Partnerprozess „Gesund aufwachsen für alle!“?
  • Warum ist der Aufbau von Präventionsketten eine wichtige Aufgabe für Kommunen?
  • Worin liegt der Nutzen bei der Umsetzung von gesundheitsförderlichen Maßnahmen für Kommunen?

Die Referentinnen Katja Becker (Gesundheit Berlin), Anne Janz (Stadt Kassel), Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe (Justus-Liebig-Universität Gießen) sowie der Referent Dr. Frank Lehmann (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) legten in Ihren Ausführungen zur Beantwortung dieser Fragestellungen, die Grundlagen für die daraufhin folgende spannende Podiumsdiskussion. In dieser wurde u. a. deutlich, dass sich die derzeitigen Rahmenbedingungen für Kommunen nur bedingt eignen, um bedarfsgerechte Präventionsketten aufzubauen. Sicherlich sind die Kommunen in der Lage, durch eine veränderte Prioritätensetzung bei den Ausgaben, eigene Impulse in der Gesundheitsförderung zu setzen. Es wurde aber auch betont, dass auf Bundes- und Landesebene die Rahmenbedingungen für Städte, Gemeinden sowie Landkreise deutlich verbessert werden müssen und das es darüber hinaus weiterhin Ziel sein muss, Gesundheitsförderung & Prävention als eigene Säule im Gesundheitssystem zu etablieren.

Um die gesundheitliche Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen zu verbessern braucht es gemeinsame Anstrengungen von verschiedenen Handlungsebenen und unterschiedlichen Akteuren. Daher ist es zu begrüßen, dass im Rahmen der Veranstaltung bekannt gegeben wurde, dass die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen sich neben dem Hessischen Städtetag und dem Hessischen Landkreistag ebenfalls entschieden hat, den Partnerprozess zu unterstützen.
Die Präsentation von 14 Projekten und Maßnahmen aus Kassel und Umgebung auf einem “Markt der Möglichkeiten” gab den Anwesendenzusätzlich die Gelegenheit sich gute Beispiele der Praxis
an(ab-)zuschauen.

Die soziale Situation und die kulturelle Herkunft bestimmen nach wie vor maßgeblich, ob es im weiteren Verlauf des Lebens von Kindern und Jugendlichen gelingt, ein gesundes und selbstbestimmtes Leben zu führen. Es bleibt daher zu hoffen, dass sich in Hessen weitere Kommunen dem Partnerprozess anschließen und ihre Bemühungen sich für die Gesundheit Ihrer Kinder und Jugendlichen stark zu machen, verstärken.

Die Vorträge der Veranstaltung finden Sie unten zum Download.

Bildnachweis: © Christian Schwier- Fotolia.com

Hessischer Gesundheitspreis

Kooperationspartner

BZgA

KoopVerbKn

Siegel Partnerprozess

Hessischer Städtetag

Stadt Kassel

Landkreis Kassel

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Ansprechpartner

Rolf Reul

Telefon: +49 (0) 69-713 76 78-23
Fax: +49 (0) 69-713 76 78-11
rolf.reul@hage.de