Das Arbeitsfeld „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ ist von vielen Akteuren geprägt – vom öffentlichen Gesundheitsdienst über Wohlfahrtsverbände bis zum breiten Spektrum der freien Träger. Diese arbeiten an der Schnittstelle zu den Handlungsfeldern Bildung, Wohnen, Soziales, Umwelt oder Arbeit und haben damit auch Einfluss auf die Gesundheit der Menschen.
Gesundheitsfördernde Ansätze mit Bezug zur sozialen Lage sind somit oftmals in Bereichen zu finden, deren ursprünglicher Ansatz eigentliche ein anderer ist, beispielsweise Maßnahmen der Arbeitsförderung oder Stadtentwicklung, etc.
Um mehr Überblick und Transparenz im heterogenen Feld der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung herzustellen, initiierte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) 2002 den Aufbau einer bundesweiten Datenbank mit Angeboten der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten. Derzeit können auf der Seite www.gesundheitliche-chancengleichheit.de ca. 2.100 Projekte (Stand Oktober 2011) recherchiert werden. Für die fachliche Begleitung des Vorhabens wurde ein beratender Arbeitskreis mit namhaften Experten aus Wissenschaft und Praxis eingerichtet. Der Aufbau der Datenbank war im Herbst 2003 Ausgangspunkt für die Gründung des bundesweiten Kooperationsverbundes „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“. Beteiligt waren zunächst die BZgA, alle Landesvereinigungen für Gesundheit und die Bundesvereinigung für Gesundheit – heute: Bundesvereinigung für Prävention und Gesundheitsförderung (bvpg).
Inzwischen umfasst der Kooperationsverbund 54 Partnerorganisationen – vertreten sind fast alle Spitzenverbände der Krankenkassen, Bundesverbände der Ärzteschaft, Wohlfahrtsverbände, Länderministerien sowie wissenschaftliche Zentren. Das zentrale Ziel der Partner im Kooperationsverbund ist die Stärkung und Verbreitung guter Praxis in Projekten und Maßnahmen der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten. Die Arbeit des Kooperationsverbundes wird begleitet durch einen Arbeitskreis aus nationalen und internationalen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis sowie Akteurinnen und Akteuren aus dem Gesundheitsförderungs- und Wohlfahrtsbereich.
