Bundesweiter Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit

Der Kooperationsverbund „Gesundheitliche Chancengleichheit“ umfasst 62 Partnerorganisationen – vertreten sind fast alle Spitzenverbände der Krankenkassen, Bundesverbände der Ärzteschaft, Wohlfahrtsverbände, Länderministerien sowie wissenschaftliche Zentren. Die Partner im Verbund haben sich auf Schwerpunktthemen verständigt und bemühen sich dort gemeinsam intensiv um die Erhöhung der gesundheitlichen Chancengleichheit. Die Arbeit des Kooperationsverbundes wird begleitet durch einen beratenden Arbeitskreis aus nationalen und internationalen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis sowie Akteurinnen und Akteuren aus dem Gesundheitsförderungs- und Wohlfahrtsbereich.

Ziele des Kooperationsverbundes

Der Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit verfolgt das Ziel, die soziallagenbezogene Gesundheitsförderung in der öffentlichen Wahrnehmung wie auch in der
praktischen Umsetzung zu fördern und weiter zu entwickeln.


Um dieses zu erreichen,

  • fördert der Kooperationsverbund die Transparenz im Handlungsfeld,
  • unterstützt der Kooperationsverbund den Aufbau und die Weiterentwicklung der strukturellen Rahmenbedingungen für eine bedarfsorientierte und nachhaltige Gesundheitsförderung in Deutschland,
  • trägt der Kooperationsverbund zur Vernetzung der Akteure und zur Bündelung der vorhandenen Ressourcen bei.

Soziale Ungleichheit - Gesundheitliche Ungleichheit

Soziale Benachteiligung erzeugt ungleiche Gesundheitschancen. Von Geburt an summieren sich größere Gesundheitsbelastungen bei sozial Benachteiligten durch schlechtere Lebensbedingungen und riskanteres Gesundheitsverhalten.
Die wichtigsten Indikatoren für die Messung sozialer Ungleichheit in modernen Gesellschaften sind:

  • materieller Wohlstand
  • Bildung
  • berufliche Stellung und Prestige

Die sozialen Unterschiede wirken sich umfassend, von Belastungen und Ressourcen über Verhaltens weisen bis hin zur Versorgung, auf die gesundheitliche Lage aus.

Qualitätsentwicklung & Good Practice

Die Wirkung von Maßnahmen und Strukturen zur Gesundheitsförderung steht häufig im Zusammenhang mit der Qualitätsentwicklung.
Aspekte der Zielformulierung oder der Überprüfung der Projektergebnisse können den Erfolg und die Nachhaltigkeit beeinflussen.

Welche guten Beispiele bundesweit an Gesundheitsförderungsprogrammen zu finden sind, können Sie auf der Praxisdatenbank des Kooperationsverbundes entdecken. Dort wird beschrieben, welche Kriterien das jeweilige Projekt besonders gut erfüllt.

Insgesamt hat der Kooperationsverbund 12 Kriterien guter Praxis festgehalten. Diese sollten jeweils passend zu den Zielen eines Projektes beachtet werden, um qualitativ hochwertige Gesundheitsförderungsprojekte und -strukturen zu entwickeln.
Informationen zu den Good-Practice Kriterien finden Sie hier.

Inforo.online

Der Kooperationsverbund bietet mit inforo.online eine kostenlose Möglichkeit zum bundesweiten Austausch von Akteuren und Kommunen. Unter anderem steht dabei das Thema Präventionsketten (auch: integrierte kommunale Strategien) im Fokus.
Der Bereich “Partnerprozess – Gesundheit für alle” ermöglicht Akteuren sich zu Vernetzen und Wissen auszutauschen. Nicht nur Informationen zu Veranstaltungen sind dort zu finden sondern besteht auch die Möglichkeit konkrete Fragen an die im Netzwerk registrierten Akteure zu stellen.

Der Partnerprozess "Gesundheit für Alle"

Die KGC Hessen begleitet Kommunen, die ihre Angebote im Bereich Gesundheitliche Chancengleichheit vernetzen möchten. Angebote sind unter anderem die Impulsgebung, die Unterstützung bei der Planung als auch die fachliche Unterstützung bei Netzwerktreffen.
Der Partnerprozess ermöglicht den beteiligten Kommunen sich beim Auf- nd Ausbau von Präventionsketten auszutauschen.
Der Partnerprozess findet bundesweit statt und wird durch die einzelnen Koordinierungsstellen der Bundesländer betreut.

Hessischer Gesundheitspreis

Website

Austauschplattform inforo.online

Weitere Literatur über den Kooperationsverbund



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