Pressemitteilung der HAGE zur 5. Landeskonferenz Hessen "Gesund Altern"

"Förderung und Erhalt von Gesundheit - Altersübergänge gemeinsam gestalten" - Thema der 5. Landeskonferenz Hessen "Gesund Altern" am 01. Juli 2015 im Haus am Dom in Frankfurt

Hölz_Gesund Altern 2015

„Nichts bedeutet eine größere Veränderung für unser Leben als der Renteneintritt.“ Dieser Satz stammt aus dem Buch von Wolfgang Prosinger „In Rente: Der größte Einschnitt unseres Lebens“. Wolfgang Prosinger war Podiumsgast auf der 5. Landeskonferenz Hessen „Gesund Altern“ mit dem Thema „Förderung und Erhalt von Gesundheit – Altersübergänge gemeinsam gestalten“ am 01.07.2015 in Frankfurt am Main. Als Satellitenveranstaltung zum 11. Deutschen Seniorentag, thematisierte die Veranstaltung den Übergang von der Erwerbstätigkeit in die Altersrente. Ziel der Konferenz war es, Möglichkeiten für eine gelingende Neuorientierung aufzuzeigen. Nach dem Grußwort von Dr. Stephan Hölz, der als Vertreter der Hessischen Landesregierung die Konferenz eröffnete, informierten Vorträge, Fachforen und ein offener Dialog mit Wolfgang Prosinger und Professor Johannes Pantel das Publikum aus Praxis und Wissenschaft, kommunalen und landesweiten Institutionen sowie Ehrenamtliche über gesundheitliche Chancen und Risiken dieser Lebensphase. Die Landeskonferenz fand in Kooperation des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der HAGE – Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung e.V. statt.

Berufsende - und was dann?

Keine Lebensphase bringt so gravierende Veränderungen mit sich wie der Wechsel vom Erwerbsleben in den Ruhestand. Auf der einen Seite geht es um den Erhalt der Gesundheit. Auf der anderen Seite gilt es mit der veränderten Lebenssituation – Ausgliederung aus dem Beruf mit Folgen für Familie und Partnerschaft sowie den ökonomischen Auswirkungen – fertig zu werden. Dies sind wichtige Anknüpfungspunkte für Gesundheitsförderung und Prävention.
Professor Ursula Lehr, ehemalige Bundesministerin für Jugend, Familien, Frauen und Gesundheit, verdeutlichte im ersten Einführungsvortrag „Berufsende – und was dann?“, dass das Berufsende von den Menschen sehr ambivalent empfunden werden kann. Einige begrüßen das Berufsende, andere wiederum geraten in eine Krise. Bei der Gestaltung der nachberuflichen Phase gilt es sich ein „neues Netz von Gewohnheiten zu schaffen.“ Das aktive Altern hat hier eine große Bedeutung.
Vor dem Hintergrund zunehmend älterer Belegschaften, konzentrieren sich Arbeitgeber, Wissenschaft und öffentliche Organisationen seit längerer Zeit auf die Frage, was auf betrieblicher Ebene für die Gesunderhaltung älterer Arbeitnehmer getan werden kann. In diesem Zusammenhang berichtete der Landesvorsitzende von Niedersachsen beim Bundesverband Initiative 50Plus e.V., Gerd Schierenbeck, von seiner Tätigkeit in der Übergangsberatung. Hierbei sollten individuelle Wünsche, Bedürfnisse und Kompetenzen für die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit, aber auch die Entwicklung beruflicher und privater Perspektiven für die Nacherwerbsphase ermittelt werden.

Entwicklung generationenübergreifender Lebensbedingungen

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Dieter Schulenberg, Geschäftsführer der HAGE – Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung e.V. – weist darauf hin, dass „der Fokus jedoch nicht nur auf eine spezifische Altersgruppe gelenkt werden sollte, sondern generationenübergreifende Lebensbedingungen vor Ort zu entwickeln sind, die ein gemeinsames gesundes Leben in der Nachbarschaft und in der Kommune ermöglichen“.
Dies kann zum Beispiel durch den Aufbau kommunaler Präventionsketten und Netzwerke zur Gesundheitsförderung älterer Menschen erfolgen. Hierzu sowie zu weiteren Möglichkeiten zur Gestaltung der Übergangsphase zwischen Arbeit und Ruhestand konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Foren informieren und austauschen.
Die Inhalte der Konferenz werden in einer Dokumentation zusammengefasst, die bei der HAGE angefragt werden kann.
Weitere Informationen finden Sie finden Sie außerdem unter:
www.soziales.hessen.de
www.gesund-aktiv-aelter-werden.de
www.deutscher-seniorentag.de